Gastvortrag bei R3

Im Rahmen des Master-Seminars Reduce, Reuse, Recycle fand am 14. Januar 2013 ein Gastvortrag von Angèle Tersluisen zum Thema Hauskybernetik – Lernen von alten Haustypen statt. Dr. Angèle Tersluisen ist Junior-Professorin am Fachbereich Architektur der TU Kaiserslautern.

 

 

 

 

Das Themengebiet der Hauskybernetik beschäftigt sich mit nachhaltigen, effizienten und ressourcenschonenden Hausentwürfen. Im Fokus stehen alle passiven Strategien, mit denen Gebäude aufgrund ihrer Struktur, Konstruktion und Materialität ohne bestimmende
Technik auskommen und damit Alternativen zu hochgedämmten Häusern bilden.

Weiterführende Links:
Lehrgebiet Hauskybernetik, TU Kaiserslautern
Schule für Architektur Saar

 

Preisträger Förderpreis

Der zum Wintersemester 2012/13 ausgelobte Förderpreis energie- und materialeffiziente Architektur wurde Anfang Dezember entschieden! Teilnehmen konnten Studierende der Schule für Architektur Saar | Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen ab dem 4. Sem. Bachelor, sowie 1. Sem. Master mit ihren bereits abgeschlossenen Studienprojekten oder Abschlussarbeiten.

Prämiert wurden dabei energie-, material-, und ressourceneffiziente Bauweisen sowie besondere, innovative Konzepte und Konstruktionen.

Preise
Die Preisgelder von insgesamt 2.000 € teilen sich auf zwei verschiedene Förderpreise auf:

Preisträger
Die eingereichten Arbeiten überzeugen in ihrer Qualität und fast alle zeigen ausführliche Gedanken zu der vorgegebenen Fragestellung. Im Ablauf des 4-stufigen Verfahrens haben sich sechs Preisträger herauskristallisiert:

Energie- und materialeffiziente Projekte

1. Rang:
Dustin Alt und Maximilian Klein
Klimatische Sanierung Mehrgeschosswohnungsbaus
Preisgeld: 500 €

 

2. Rang:
Stephanie Doll
Zentrum für intelligentes Bauen
Preisgeld: 300 €

 

3. Rang:
Adelina Nikolova und Duha Samir
Ferienhaus in Lissabon
Preisgeld: 200 €

 

Energieeffizienz und Holzbau

2. Rang:
Tobias Diener und Dennis Thoma
Schwesternhaus
Preisgeld: 400 €

 

2. Rang:
Tobias Kniejski und Manuel Schneider
Neue Mitte Folsterhöhe_ Gemeinschaftshaus
Preisgeld: 400 €

 

3. Rang:
Julia Stolze und Duha Samir
SolarRoof: Photovoltaik_Überdachung
Preisgeld: 200 €

 

Bewertung
Bewertet wurden die dargestellten Überlegungen zu Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Diese waren je nach Studienarbeit ganz unterschiedlich und betreffen zum einen das architektonische Konzept hinsichtlich Ausrichtung, Zonierung und Gebäudevolumen, zum anderen technische Aspekte wie schlüssige Energiekonzepte, aber auch passive Überlegungen mit dem Ziel, mit möglichst wenig Technik auszukommen. Außerdem wurden die Materialreduzierung bei den Konstruktionen, die Minimierung auf wenige unterschiedliche Materialien sowie die Verwendung regionaler Materialien begutachtet.

Wir gratulieren den Preisträgern recht herzlich und wünschen uns, dass dieser Förderpreis den Preisträgern und Teilnehmenden als Motivation dient, sich auch bei zukünftigen Entwürfen und Projekten Gedanken zu nachhaltigen und umweltschonenden Konzepten zu machen.

Hier geht’s zur Auslobung >>

 

Exkursion Alte Post

Mit den Themen Reduzierung, Wiederverwendung und Aufbereitung in Architektur und Bauwesen beschäftigt sich das Wahlpflichtfach “R3 – Reduce, Reuse, Recycle” im Masterstudium Architektur an der Schule für Architektur Saar.

Wie wird „Reuse“, also das breite Feld von Sanierung, Renovierung und Umnutzung, in der Praxis umgesetzt? Als Beispiel hierzu dient die Sanierung der „Alten Post“ in Saarbrücken, das die Masterstudierenden während einer Exkursion besichtigen konnten.

Der Saarbrücker Investor Munitor Objekt Innenstadt baut das denkmalgeschützte und seit 18 Jahren leer stehende Gebäude zu Büroflächen mit Gastronomiebereichen um. Hauptmieter der ca. 10.000 Quadratmeter wird das saarländische Ministerium für Bildung und Kultur sein.

Der Architekt Peter Alt des Architekturbüros Alt & Britz ist mit der Sanierung des 1930 in Stahlbetonskelettbauweise errichteten Bauwerks betraut. Er erklärte den Studierenden die Baumaßnahme in Bezug auf Denkmalschutz und die sich daraus ergebenden Herausforderungen in der Planung sowie die Umnutzungsfähigkeit der Gebäudestruktur.

Eine Besonderheit ist, dass die Sanierung des Gebäudes nach den Grundsätzen der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert wird – nach dem Nutzungsprofil Modernisierung Büro- und Verwaltungsgebäude. Das DGNB Vorzertifikat in Silber wurde bereits vergeben.

Die Studierenden konnten an diesem Montagmittag anschaulich erfahren, was der Umgang mit Bestandsgebäuden in der Praxis bedeutet und wie wichtig das „Weiterbauen“ und die Nutzung des Gebäudebestands für den Architektenberuf sind.

Link zur Ankündigung des Seminars R3 – Reduce, Reuse, Recycle
externer Link zu den Angaben des DGNB Vorzertifikats

 

Förderpreis 2012

für energie- und materialeffiziente Architektur

Studierende der Schule für Architektur Saar | Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen können ihre Studienprojekte in einem, vom   Institut für effiziente Bauwerke   B2E3 begleiteten Förderpreis zum Thema
„Energie- und materialeffiziente Studienprojekte“ prämieren lassen.

Mit Einzelpreisen von zusammen 2.000 €  fördert dieses Programm innovative Konzepte, material- und energieeffiziente Entwürfe und Bauweisen, den Einsatz erneuerbarer Energien und Baustoffe als eine der wesentlichen Zukunftsaufgaben von Architekten und Bauingenieuren.

Bewerbungs- und Einsendeschluss ist der 7. Nov. 2012

Teilnehmen können Studierende ab dem 4. Sem. Bachelor, sowie 1. Sem. Master mit ihren bereits abgeschlossenen Studienprojekten oder Abschlussarbeiten.

Stifter der Preisgelder sind die StudienstiftungSaar und die Dillinger Firma Holz&Dach.  Weitere Details zur Auslobung des Wintersemesters 2012/13, den Preisen und Vergabeverfahren finden Sie hier :

Auslobungstext                        Leistungskatalog                      Vorlage für Bewerber

 

 

Stipendiumspreis

für Ressourceneffizientes Bauen

Energie- und materialsparende Bauweisen erfahren einen immer höheren Stellenwert,
der durch knapper werdende Ressourcen und steigende Energiepreise angetrieben ist.
Die StudienstiftungSaar lobt dafür ein Stipendium für Studierende an der HTW des Saarlandes, Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen, Schule für Architektur aus.

Bewerben können sich Studierende mit ihrer Bachelorarbeit ab Sommersemester 2011, die einen besonderen Beitrag zu „Ressourceneffizientem Bauen“ liefert.
Gefördert werden kann auch eine an die Bachelorarbeit anschließende Zusatzleistung, die an die eigentliche Bachelorarbeit anknüpft und das Thema zum Ziel hat. Das Stipendium soll Anreiz schaffen, ein Masterstudium an der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen, Schule für Architektur aufzunehmen.

Bewerbungsschluss ist der 15. Oktober 2012.
Weitere Details zur Auslobung, Preisen und Vergabeverfahren finden Sie hier :

Ausschreibungstext

 

 

Stromkarte und Solarkaster

In diesen Tagen hört man einiges vom neuen Umweltminister Peter Altmaier. Er spricht ganz ungeschönt die Probleme der Energiewende an und betont, dass diese seriös geplant und durchgeführt werden müsse. Das Ziel, bis 2050 Strom zu 80 Prozent über regenerative Energiequellen bereitzustellen, soll gelingen. Das Ziel ist noch fern, denn es geht nur schleppend voran. Allerdings gibt es auch Lichtblicke am vom Klimawandel verdunkelten Horizont.

Hervorzuheben sind da die EEG-Stromkarte Baden-Württemberg und der Solarkataster im Saarland. Mit beiden Werkzeugen lässt sich die Energiewende transparent darstellen und sie tragen damit zur Partizipation bei.

Die EEG-Stromkarte Baden-Württemberg zeigt für das Land, dessen Landkreise und Kommunen im Detail den Zuwachs an Nutzungen erneuerbarer Energie der letzten Jahre. Sechs unterschiedliche Themenfelder werden unterschieden und dabei lassen sich unter anderem der Anteil der EE-Stromerzeugung im Vergleich zum Gesamtstromverbrauch einsehen. Ablesbar sind auch die Anzahl der Anlagen und die installierte Leistung für Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie sowie das Umweltplus, das heißt die CO2-Minderung.

Transparenter lässt sich der Fortschritt der Energiewende kaum darstellen:
EEG-Strom-Karte Baden-Württemberg

Für das Saarland gibt es zwar noch keine Übersicht aller erneuerbarer Energie-Anlagen per Mausklick, dafür wird aber auf das Ausnutzen von Potenzialen gesetzt und zwar mit dem Solarkataster. Dieser zeigt, welche Dachflächen sich sehr gut oder gut für die Photovoltaik-Montage eignen. Einsehbar ist er online und umsonst.

Schauen Sie selbst, wie lukrativ Ihre Dachfläche ist:
Solarkataster Regionalverband Saarbrücken

Mit solchen Werkzeugen rücken die fernen Ziele der Energiewende ein Stückchen näher. Denn sie sind nur zu erreichen, wenn alle mit anpacken und dafür ist Transparenz und das Erzeugen von Interesse wichtig!

Kim Ahrend

 

Symposium B2E3

Am 10./11. Mai 2012 veranstaltete B2E3 Institut für effiziente Bauwerke am Campus Rotenbühl, Schule für Architektur Saar, ein Symposium für effiziente Architektur:

B2E3 Effiziente Architektur
- 2. BIONA Symposium
- Fachtagung material- und energieeffiziente Bauwerke

  Programm/Broschüre         Download Vorträge               Veranstalter/Partner
         

Insgesamt über 150 Teilnehmende sind dieser Einladung gefolgt. Auf dem zweitägigen Programm standen interdisziplinäre Vorträge von 26 Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz. Sie informierten über aktuelle Entwicklungen in der Bionik, dem nachhaltigen Bauen, neuen Materialien und Bauweisen.

 

Zeitraffer: Pavillonaufbau

Den Aufbau des Forschungspavillons BOWOOSS haben wir als Zeitrafferfilm dokumentiert. Diesen können Sie sich über folgenden Download-Link herunterladen:

ZEITRAFFERFILM BOWOOSS
(Größe ca. 40 MB)

Ältere Artikel und Fotogalerie zum Forschungspavillon:
Forschungspavillon
Aufbau BOWOOSS-Pavillon
BOWOOSS
Fotogalerie

 

Forschungspavillon

Am 10. und 11. Mai 2012 veranstaltete B2E3 Institut für effiziente Bauwerke am Campus Rotenbühl, Schule für Architektur Saar, ein Symposium für effiziente Architektur.

Anlass des Symposiums war die Fertigstellung des Forschungspavillons BOWOOSS, einem stützenfreien Holztragwerk. Das Forschungsprojekt BOWOOSS ist Teil des BIONA-Förderprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und ist ein Verbundforschungsprojekt zwischen der HTW, der Bauhausuniversität Weimar und der Holzbaufirma Stephan Holzbau, unter der Leitung von Prof. Göran Pohl.

Das Forschungsteam entwickelte die materialsparende Leichtbauweise mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Schwerpunkt der Arbeit ist die Bionik, bei der biologische Systeme Vorbild für technische Konstruktionen sind. Für BOWOOSS nahm sich das Team einzellige Kieselalgen und Buchenblätter zum Vorbild, in deren abstrahierter Form die optimierte Hülle für den Sommerpavillon entstand.

Die Erarbeitung des Forschungsprojekts schilderte der Professor ausführlich in einem separaten Vortrag am Dienstagnachmittag der Veranstaltung. Eine begleitende Ausstellung als Rahmenprogramm zeigte die Herleitung des Pavillons in Form von Plakaten, CNC- und Laserschnitt-Modellen sowie in einem Zeitrafferfilm.

Der Pavillon kann bis voraussichtlich Ende Juli im Innenhof des Campus Rotenbühl besichtigt werden und ist öffentlich zugänglich.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.facebook.com/Bowooss
Projektteam BOWOOSS (HTW): Göran Pohl, Nikolas Feth, Kim Ahrend, Jens Otten, Xenia Alve, Frank Stolz

 

Aufbau BOWOOSS-Pavillon

Das Forschungsprojekt BOWOOSS unter Leitung von Prof. Göran Pohl ist Teil des BIONA-Förderprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Das Forschungsabschlussobjekt – der BOWOOSS-Pavillon – wurde in der Werkstatt der beteiligten Holzbaufirma – STEPHAN HOLZBAU – vorgefertigt, anschließend  im Innenhof der Schule für Architektur Saar in Saarbrücken aufgebaut und konnte dort besichtigt werden.

Weitere Bilder zum Aufbau des Pavillons in Saarbrücken
Zeitrafferfilm zum Pavillonaufbau