Gastvortrag bei R3

Im Rahmen des Master-Seminars Reduce, Reuse, Recycle fand am 14. Januar 2013 ein Gastvortrag von Angèle Tersluisen zum Thema Hauskybernetik – Lernen von alten Haustypen statt. Dr. Angèle Tersluisen ist Junior-Professorin am Fachbereich Architektur der TU Kaiserslautern.

 

 

 

 

Das Themengebiet der Hauskybernetik beschäftigt sich mit nachhaltigen, effizienten und ressourcenschonenden Hausentwürfen. Im Fokus stehen alle passiven Strategien, mit denen Gebäude aufgrund ihrer Struktur, Konstruktion und Materialität ohne bestimmende
Technik auskommen und damit Alternativen zu hochgedämmten Häusern bilden.

Weiterführende Links:
Lehrgebiet Hauskybernetik, TU Kaiserslautern
Schule für Architektur Saar

 

Dresdner Bauseminar

Göran Pohl spricht im Rahmen des Dresdner Bauseminars über das Thema Leichtbaukonstruktionen. Der Vortrag findet am 28. November 2012 um 17.00 Uhr an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden statt.

Flyer Vortrag Göran Pohl
Flyer Dresdner Bauseminar

Die Fakultät Bauingenieurwesen/Architektur der HTW Dresden veranstaltet seit 1993 in regelmäßiger Folge das Dresdner Bauseminar. Bauingenieure und Architekten stellen ihre Arbeit aus Forschung und Praxis vor, um den interdisziplinären Erfahrungsaustausch zu fördern.

 

Holzbau-Exkursion

Wie arbeitet der Zimmermann im 21. Jahrhundert? Welche unterschiedlichen Holzschalungen gibt es? Wie ist der Wandaufbau eines Holzrahmenbaus? Welche Dämmungen aus Holz oder Zellulose eignen sich für welche Anwendung?

Diese und noch viele Fragen mehr wurden vergangenen Mittwoch geklärt – und zwar außerhalb des Vorlesungssaals. Studierende des Bachelor-Studiums Architektur der Schule für Architektur Saar, HTW des Saarlandes besuchten den Zimmerei- und Dachdeckerbetrieb Holz und Dach in Dillingen.

Bei einem stärkenden Baufrühstück erklärte der Inhaber Thomas Leyherr die Strukturen eines modernen, fortschrittlichen Betriebs. Es gab Beamer-Präsentationen und Erläuterungen anhand von Modellen zu den konstruktiven Arten des Holzhausbaus, verschiedenen Wandaufbauten, die sogar Passivhausniveau erreichen können, zu Fassadenschalungen und -verkleidungen und unterschiedlichen Holzarten. Das Gesagte wurde anschließend in der Werkstatt an Holzrahmenbauten, die sich in der Vorfertigung befinden, anschaulich gezeigt.

Als Praxisteil durften die Studierenden nach einer kurzen Einführung moderne Nagel- und Klammermaschinen testen mit Nagellängen bis zu 200 mm und 1.000 Schuss Nagelmunition.

 

 

 

Mit vielen gesammelten Eindrücken, Informationen, aber auch mit gut gefüllten Bäuchen machte sich die Exkursions-Gruppe um die Mittagszeit wieder auf den Weg an die HTW nach Saarbrücken – zurück in den Vorlesungssaal.

Weitere Informationen über das Architekturstudium an der SAS >>
zur Internetseite der Firma Holz & Dach >>
Holz & Dach ist Stifter eines Stipendienpreises >>

 

Reduce, Reuse, Recycle

Die fetten Jahre sind vorbei – auch in der Architektur. Wir müssen nun damit auskommen, was an Energie, Fläche und Material vorhanden ist. Zumindest sind wir das den nachfolgenden Generationen schuldig. Besagt schließlich die Nachhaltigkeit, dass die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt werden, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu beeinträchtigen.

Damit beschäftigte sich ein Wahlpflicht-Fachtechnik-Seminar der Schule für Architektur Saar an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Das Angebot richtete sich an Masterstudierende des 1. und 3. Semesters.

Das Seminar zeigte, dass dies insbesondere für die Architekturqualität auch eine große Chance ist. Mithilfe der Schlagworte – Reduce, Reuse, Recycle – wurden Konzepte zur intelligenten Ressourcenschonung vermittelt wie z.B. Minihäuser, die alles zum Leben Notwendige bieten; Umnutzungen, die alte Gebäudestrukturen wiederverwenden oder das Cradle-to-Cradle-Prinzip, bei dem gar kein Müll mehr entsteht.

Weitere Informationen gibt die Dozentin
Kim Ahrend, Dipl.-Ing. Architektin
Telefon: 0681 5867-603
E-Mail: kim.ahrend@htw-saarland.de
Internet SAS: www.htw-saarland.de/aub/Studium/schule-fuer-architektur-saar

 

Symposium B2E3

Am 10./11. Mai 2012 veranstaltete B2E3 Institut für effiziente Bauwerke am Campus Rotenbühl, Schule für Architektur Saar, ein Symposium für effiziente Architektur:

B2E3 Effiziente Architektur
- 2. BIONA Symposium
- Fachtagung material- und energieeffiziente Bauwerke

  Programm/Broschüre         Download Vorträge               Veranstalter/Partner
         

Insgesamt über 150 Teilnehmende sind dieser Einladung gefolgt. Auf dem zweitägigen Programm standen interdisziplinäre Vorträge von 26 Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz. Sie informierten über aktuelle Entwicklungen in der Bionik, dem nachhaltigen Bauen, neuen Materialien und Bauweisen.

 

Forschungspavillon

Am 10. und 11. Mai 2012 veranstaltete B2E3 Institut für effiziente Bauwerke am Campus Rotenbühl, Schule für Architektur Saar, ein Symposium für effiziente Architektur.

Anlass des Symposiums war die Fertigstellung des Forschungspavillons BOWOOSS, einem stützenfreien Holztragwerk. Das Forschungsprojekt BOWOOSS ist Teil des BIONA-Förderprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und ist ein Verbundforschungsprojekt zwischen der HTW, der Bauhausuniversität Weimar und der Holzbaufirma Stephan Holzbau, unter der Leitung von Prof. Göran Pohl.

Das Forschungsteam entwickelte die materialsparende Leichtbauweise mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Schwerpunkt der Arbeit ist die Bionik, bei der biologische Systeme Vorbild für technische Konstruktionen sind. Für BOWOOSS nahm sich das Team einzellige Kieselalgen und Buchenblätter zum Vorbild, in deren abstrahierter Form die optimierte Hülle für den Sommerpavillon entstand.

Die Erarbeitung des Forschungsprojekts schilderte der Professor ausführlich in einem separaten Vortrag am Dienstagnachmittag der Veranstaltung. Eine begleitende Ausstellung als Rahmenprogramm zeigte die Herleitung des Pavillons in Form von Plakaten, CNC- und Laserschnitt-Modellen sowie in einem Zeitrafferfilm.

Der Pavillon kann bis voraussichtlich Ende Juli im Innenhof des Campus Rotenbühl besichtigt werden und ist öffentlich zugänglich.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.facebook.com/Bowooss
Projektteam BOWOOSS (HTW): Göran Pohl, Nikolas Feth, Kim Ahrend, Jens Otten, Xenia Alve, Frank Stolz

 

Hamburger Dialog

Bionik – nicht nur ein interessantes Thema für Ingenieure, Architekten und Designer, sondern ebenfalls für die Wirtschaft. Das hat auch die Euler Hermes AG erkannt, die am 20. April 2012 im Hotel Atlantic etwa 200 Gäste aus der Wirtschaft zum Hamburger Dialog einlud.

Der zweite Dialogblock des Tages trug den Titel “Lernen von der Natur – wie Unternehmen von der Natur profitieren können”, moderiert von der TV-Nachrichtensprecherin Dunja Hayali (ZDF).

Zu Wort kamen Joachim Bublath, der durch seine ZDF-Sendung “Knoff-Hoff-Show” bekannt geworden ist, der Biologe und Pionier der Bionik Werner Nachtigall aus Saarbrücken und Göran Pohl, Architekt und Leiter des Instituts B2E3 der HTW des Saarlandes sowie Vertreter der Euler Hermes AG.

 

Bautechnikforum

Am 16. März 2012 fand das 11. Bautechnikforum in Chemnitz statt. Geboten wurden Vorträge zu aktuellen Themen der Baubranche, Foyer-Ausstellungen, interessante Fachdiskussionen und persönliche Gespräche für alle am Bau Beteiligten.
Themen waren unter anderem Nachhaltiges Bauen in der Landesbauverwaltung, textilbewehrter Asphalt und Brandschutzkonzepte.

Prof. Göran Pohl stellte den Forschungspavillon COCOON_FS im Rahmen seines Vortrags Leichtbauarchitektur nach dem Vorbild der Natur vor.

Download des Programmflyers
Artikel COCOON_FS-Pavillon


Mit Photovoltaik gestalten

„Saarland – Solarland“, mit diesen Worten begann Dr. Alexander Dörr, ARGE SOLAR, das Seminar „Photovoltaik“ am 06.03.2012 im Ausbildungszentrum der Landesinnung Sanitär-, Heizungs- und Klempnertechnik in Saarbrücken. Daran kann auch die kurz zuvor von der Bundesregierung bekannt gegebene drastische Kürzung der Solarstromförderung nicht rütteln. Da sind sich Dörr und Martin Schreiner, Energieversorger energis, in ihren Vorträgen über Marktentwicklung und Eigenstromnutzung einig.


Den Abschluss des Seminars bildete ein Referat von Kim Ahrend, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für effiziente Bauwerke B2E3. Ihr Vortrag beschäftigte sich mit den architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten von Photovoltaik und sollte verdeutlichen, dass die Bandbreite der Verwendung von Photovoltaik am Gebäude weit über die bekannte nachträgliche Aufdachlösung hinaus geht und maßgeblich zum gestalterischen Gebäudekonzept beiträgt. Anhand von gestalterisch interessanten, nationalen und internationalen Beispielen wurden die drei Anwendungsbereiche Dach, Fassade und Sonnenschutz vorgestellt.

Die Architekten witry & witry architecture urbanisme zum Beispiel nutzten beim Umbau
einer Scheune zum Mehrzweckgebäude in Luxemburg dachintegrierte Solardachbahnen – eine eher untypische Lösung beim Bauen im Bestand.
Die realisierten Entwürfe der studentischen Wettbewerbe „Solardecathlon“ konnten zu jedem der drei genannten Bereiche ein gelungenes Beispiel liefern. Denn als  Plusenergiehäuser konzipiert, erhalten sie ihr Plus an Energie hauptsächlich durch Photovoltaik, die von Beginn an in den Entwurf einbezogen wurde. Der Wettbewerbsbeitrag home+ der Hochschule für Technik Stuttgart lässt erkennen, wie der Einsatz von  Solarzellen mit zwei unterschiedlichen Farbtönen der Außenhaut einen einzigartigen Charakter verleiht. Durch einen ähnlichen Zellwirkungsgrad konnten beide Zelltypen ohne nennenswerte Einbußen zu einem Modul verarbeitet werden.

Das Fazit des Vortrages: Bei jedem Projekt bildet das Spannungsfeld von Gestaltung, Investition und Effizienz die entwerferische Schwierigkeit. Der Architekt geht dabei stets
Kompromisse ein. So können die fassadenintegrierte Lösung oder eine bestimmte Farb-
gestaltung der Zellen im Vergleich zu einer Aufdachanlage Einbußen im Wirkungsgrad mit
sich bringen, die Doppelnutzung der Elemente wie Sonnen-, Wetter- oder Schallschutz aber wiederum Vorteile bringen. Wichtig bei der Gestaltung mit Photovoltaik ist eine frühzeitige Einbindung in die Planung, ein Abwägen aller Einflussfaktoren und immer die Entscheidung hin zur architektonisch gelungenen Lösung.

Kim Ahrend

Eine Zusammenfassung des Vortrags finden Sie hier

Artikel über den Vortrag im Deutschen Architektenblatt
Ursprüngliche Ankündigung des Vortrags

 

Infoveranstaltung zu Photovoltaik

Strom durch Sonne mit Photovoltaik: Trotz sinkender Einspeisevergütungen sind Solarstromanlagen auf Dach oder Fassade eine lohnende und vor allem ressourcenschonende Investition. Durch die Nutzung erneuerbarer Energien wird sauber und effizient Strom produziert – zur eigenen Nutzung oder Einspeisung ins Netz.

Photovoltaik ist das Thema einer Infoveranstaltung am 6. März 2012 von 18 bis 20 Uhr, zu der die Landesinnung Sanitär-, Heizungs- und Klempnertechnik, der Energieversorger energis, das Beratungszentrum ARGE SOLAR und die Architektenkammer des Saarlandes gemeinsam einladen. Das Seminar ist die Auftaktveranstaltung der Reihe „Mit Kompetenz zur Effizienz - 4 Tage 4 Fragen 4 Referenten”.

Die Veranstaltung findet im Ausbildungszentrum der SHK-Innung, Untertürkheimer Straße 2 in Saarbrücken statt. Die Architektenkammer des Saarlandes vergibt 2 Fortbildungspunkte.

Der Rahmen des Seminarabends wird durch drei Vorträge gestaltet:

  • Markt- und Preisentwicklung von Photovoltaik – Dr. Alexander Dörr, ARGE SOLAR
  • Architektonische Gestaltungsmöglichkeiten von Photovoltaik – Kim Ahrend, B2E3
    (s. Bild als Beispiel: Naturkundemuseum in San Francisco, Architekt: Renzo Piano)
  • Möglichkeiten der Eigenstromnutzung – Cecil Schmitt, energis-Netzgesellschaft

Weitere Informationen, den Veranstaltungsflyer und Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie auf der Seite der ARGE SOLAR